Satzung und Zuchtordnung

 

 

Rassehundeverein Berlin Spandau e. V. / 1990

Satzung und Zuchtordnung

 

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen "Rassehundeverein Berlin-Spandau", abgekürzt R.V.B., mit dem Zusatz "e.V." nach Eintragung in das Vereinsregister.
Der Verein ist Zuchtbuch führend.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Zweck

Ziel des Vereins ist, die vielen Hundefreunde ohne materielle Nebenabsicht zusammenzufassen und deren gemeinsame Interessen nach außen hin zu vertreten, insbesondere:

A. Einhaltung der Zucht- und Eintragungsbestimmungen.
B. Die Zucht von rassereinen, dem jeweiligen Standart entsprechenden Hunden zu fordern und das Zuchtniveau zu heben.
C. Die Hundebesitzer in der Haltung, Erziehung und Ausbildung zu unterweisen.
D. Ausarbeitung einer Prüfungs- und Richterordnung, sowie Ausbildung und Berufung von Zuchtrichtern und Zuchtwarten.
E. Mit allen Vereinen gleicher Art in sportlich-fairer Weise zusammenzuarbeiten.
F. Führung eines anerkannten Zuchtbuches.

§ 2 Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet.
2. Mitglied ist, wer die Mitgliedskarte nach Ablauf von vier Wochen vom Vorstand erhalten hat.
3. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Die Mitgliedschaft kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
4. Hundehändler und unzuverlässige Züchter sind vom Erwerb der Mitgliedschaft und der Benutzung des Zuchtbuches ausgeschlossen.
Als Hundehändler gilt, wer Hunde an- und mit Gewinn weiterverkauft.
5. Mitglieder, die sich um den Verein und dessen Bestrebungen besonders verdient gemacht haben, können vom Vorstand zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

§ 3 Beendigung der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tode, dem Austritt, der Streichung oder dem Ausschluss.
2. Die Mitgliedschaft kann schriftlich gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Quartals gekündigt werden.
Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche an den Verein.
3. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden, sofern ein wichtiger Grund vorliegt (Verstoß gegen die Satzung oder Beschlüsse des Vereins, Zahlungseinstellung, unehrenhaftes Verhalten, Verstoß gegen die Zucht-, Ausstellungs- oder jagdliche Prüfungsordnung, bei Nichtbeachtung der allgemeinen Tierschutzverordnung).
4. Mit dem Beschluss über den Ausschluss gilt die Mitgliedschaft als beendet.
Das ausgeschlossene Mitglied hat bis zu diesem Zeitpunkt voll und ganz seine Verpflichtungen dem Verein gegenüber zu erfüllen.
5. In Sonderfällen kann von einem sofortigen Ausschluss durch Beschluss des Vorstandes mit zwei Drittel Mehrheit dann abgesehen werden, wenn die Sachlage erwarten lässt, dass das Mitglied in Zukunft seinen Pflichten gegenüber dem Verein nachkommt.
In diesen Fällen kann das Ruhen der Mitgliedschaft angeordnet werden, jedoch nicht über den Zeitraum eines Jahres hinaus.
6. Über den Ausschluss und Verhängung von Strafmaßnahmen beschließt und entscheidet der Vorstand im Einvernehmen mit dem Ehrengericht des Vereins, nachdem dem Beschuldigten genügend Gelegenheit zu seiner Verteidigung gegeben wurde.
Gegen diesen Beschluss steht dem Mitglied das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Die Berufung muss innerhalb von drei Wochen nach Erhalt des Beschlusses schriftlich beim Vorstand eingereicht werden.

§ 4 Mitgliedsbeitrag

1. Jedes Mitglied entrichtet einen Mitgliedsbeitrag, der in der jeweiligen Höhe von der Jahreshauptversammlung beschlossen wird.
2. Bei einer Mitgliedschaft von Eheleuten oder im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienangehörigen ist der zweite und jeder weitere Beitrag um die Hälfte zu ermäßigen, sofern keine zwei Zwingernamen geführt werden.
Erscheint eine Klubzeitung, gibt es bei Beitragsermäßigung nur eine Zeitschrift.
3. Der Mitgliedsbeitrag ist eine Bringschuld und bis zum 31. März eines jeden Jahres zu entrichten.
4. Mitgliedern, die ihren Beitrag nicht bis zum 31. März entrichtet haben, wird noch eine Nachfrist bis zum 30. April d. J. eingeräumt, danach erfolgt die Streichung in der Mitgliederliste.
5. Bei Neuaufnahmen besteht ein halbes Jahr Probezeit, danach entscheidet der Vorstand über die endgültige Aufnahme in den Verein.

§ 5 Vorstand

Vorstandsmitglied kann nur werden, wer 'mindestens ein halbes Jahr Mitglied im Verein ist.
Endet die Mitgliedschaft, so ist auch automatisch die Vorstandsmitgliedschaft erloschen.
Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.
Der Vorstand besteht aus:

1. dem ersten Vorsitzenden,
2. dem zweiten Vorsitzenden,
3. dem Schatzmeister,
4. dem Schriftführer,
5. dem Hauptzuchtwart.

Gesetzlicher Vertreter des Vereins sind zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter der erste Vorsitzende oder der zweite Vorsitzende. Sie sind im Sinne des § 26 des BGB gesamthandlungsberechtigt.
Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins.
Ihm obliegt insbesondere die Gesamtübersicht über die laufenden Geschäfte, Zuchtbuch und Kassenführung.
Die Vorstandsmitglieder werden durch die Mitgliederversammlung jeweils auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig.
Sie führen die Geschäfte nach Ablauf der Frist weiter, sofern eine Neuwahl bis zum Ablauf der Amtszeit nicht stattgefunden hat.
Neuvorschläge müssen bis vierzehn Tage vor der Wahl schriftlich beim Vorstand eingereicht werden.
Der Vorstand gibt sich seine Geschäftsordnung selbst.
Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom ersten oder zweiten Vorsitzenden mit Angabe der Tagungsordnung einzuberufen sind.
Vorstandssitzungen sind einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn ein Drittel der Vorstandsmitglieder die Berufung unter Angabe der Gründe vom ersten oder zweiten Vorsitzenden verlangt.

Der Vorstand ist berechtigt, für die Durchführung von Aufgaben des Vereins, die sich aus dem Vereinszweck ergeben, weitere organische Einrichtungen, insbesondere Ausschüsse mit besonderen Aufgaben, zu schaffen.

Solcherart bestellte Funktionäre sind nicht satzungsgemäße Vertreter des Vereins. Alle Ämter werden ehrenamtlich verwaltet.
Die Bildung von Landesgruppen wird angeregt und gefördert.
Diese dienen der örtlichen Kontaktaufnahme und dem Gedankenaustausch, sowie der Zuchtberatung.
Die Landesgruppen sind nicht rechtsfähige Vereine im Sinne des § 54 des BGB.
Ihre Organisation erfolgt sinngemäß nach den Satzungen des R.V.B e.V.

§ 6 Mitgliederversammlung

Im Jahr soll mindestens einmal eine ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden und zwar im ersten Quartal des Kalenderjahres.
Sie wird unter Bekanntgabe der Tagesordnung durch den Vorstand drei Wochen vorher durch einfachen Brief einberufen.

Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:

1. Die Entgegennahme des Geschäfts- und Kassenberichtes über das zurückliegende Geschäftsjahr.
2. Wahl von zwei Kassenprüfern und einem Ersatzprüfer für die Dauer von drei Jahren.
3. Wahl und Entlastung des Vorstandes.
4. Wahl eines neuen Vorstandes, falls der bisherige Vorstand drei Jahre im Amt ist.
5. Festsetzung des Aufnahme- und Jahresbeitrages.
6. Wahl der Mitglieder des Ehrenrates.
7. Ernennung von Ehrenmitgliedern.
8. Beschlussfassung über Satzungsänderungen und alle sonstigen ihr vom Vorstand unterbreiteten Aufgaben.

§ 7 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

Den Vorsitz führt in der Mitgliederversammlung der erste Vorsitzende oder der zweite Vorsitzende; bei deren Verhinderung sinngemäß ein anderes Vorstandsmitglied.
Sofern das Gesetz oder die Satzung nicht entgegensteht, werden alle Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der erschienenen Mitglieder wirksam.
Ungültige Stimmen gelten als Neinstimmen.
Die Beschlüsse bedürfen der Schriftform.
Sie müssen von mindestens drei Mitgliedern des Vorstandes unterzeichnet sein.
Eine Vertretung in der Stimmabgabe ist unzulässig mit Ausnahme der auswärtigen Landesgruppen, die durch ihren ersten Vorsitzenden oder einen von ihm Beauftragten vertreten werden.
Die Wahl der Vorstandsmitglieder sowie der Kassenprüfer erfolgt in geheimer Wahl.
Bei der Wahl der Vorstandsmitglieder ist bei Stimmengleichheit ein neuer Wahlgang erforderlich.
Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Vorstandes sind schriftlich in einem gesondert geführten Beschlussbuch niederzulegen und vom jeweiligen Versammlungsleiter und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.

§ 8 Satzungsänderungen

Anträge auf Änderung der Satzung können vom Vorstand oder von mindestens zehn Mitgliedern gestellt werden.
Dem Antrag ist stattzugeben, wenn in der Hauptversammlung zwei Drittel der anwesenden Mitglieder zustimmen.

§ 9 Ehrengericht

Das Ehrengericht besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Vereinsmitgliedern als Beisitzer.
Die Mitglieder des Ehrengerichtes und zwei Stellvertreter werden in der Hauptversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt.

Aufgabe des Ehrengerichtes ist es:
1. Alle an ihn herangetragenen Verstöße gegen die Satzung des Vereins, gegen die Beschlüsse der Mitgliederversammlung oder des Vorstandes, sowie der Richtlinien und Bestimmungen in der Hundezucht zunächst auf gütliche Weise zu bereinigen, bzw. Streitigkeiten zu schlichten.
2. Das Ehrengericht kann nach Abschluss der Überprüfung des Vorliegenden dem Vorstand gemäß § 3 der Satzung ein entsprechendes Urteil empfehlen.
3. Der Vorstand kann über das empfohlene Urteil nicht hinausgehen, aber in seiner Entscheidung unter dem empfohlenen Urteil des Ehrengerichtes bleiben, wenn er es für zweckmäßig und dem Hundesport dienlich hält.
4. Dem jeweils Betroffenen ist eine schriftliche Begründung des Urteils in einem eingeschriebenen Brief mitzuteilen.
5. Dem Betroffenen steht bei Ausschluss das Recht auf Berufung zur Mitgliederversammlung It. § 3 dieser Satzung zu.

§ 10 Zuchtbuch

1. Das Zuchtbuch hat den Zweck, alle Züchter, welche sich als Ziel gesetzt haben, den reinrassigen, gebrauchstüchtigen Hund in seiner Formschönheit und Gebrauchstüchtigkeit, zu unterstützen.
2. Das Zuchtbuch des R.V.B. ist das Geburtsregister aller rein gezüchteten Hunde. Verantwortlich für die Führung des Zuchtbuches ist der/die Hauptzuchtwart/in des Rassehundevereins Berlin-Spandau.
3. Der/die Hauptzuchtwart/in ist verantwortlich dafür, dass alle von Züchtern und Zuchtwarten eingereichten Unterlagen sichergestellt sind, damit jederzeit sofort und zuverlässig über jede Eintragung Rechenschaft abgelegt werden kann. Die Zuchtbuchführung unterliegt allein den Bestimmungen der Zucht- und Ausstellungsordnung des R.V.B.
4. Neben dem Zuchtbuch wird ein Gebrauchshundestammbuch geführt. Hunde mit hervorragenden Leistungen auf bestimmten Gebieten und überdurchschnittlichen Formwerten werden in das Gebrauchshundestammbuch eingetragen.

§11 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins ist nur möglich, wenn drei Viertel der anwesenden Mitglieder auf der Mitgliederversammlung zustimmen.
Ein Beschluss über die Auflösung kann auch gefasst werden, wenn auf der Mitgliederversammlung mindestens zwei Drittel der Mitglieder anwesend sind.
In allen anderen Fällen ist eine zweite Versammlung innerhalb einer Frist von vier Wochen mit gleicher Tagesordnung durchzuführen, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Anwesenden beschließen kann.

 

Zuchtordnung

Die Zucht- und Eintragungsbestimmungen des Rassehundevereins Berlin-Spandau e.V. (R.V.B.) dienen einzig der Erhaltung und Förderung der bis heute gezüchteten Hunde in ihrer Formschönheit, Wesensfestigkeit, Rassereinheit und Jagdtüchtigkeit.

Jeder Züchter kann in eigener Verantwortung frei entscheiden und seiner Zucht die persönliche Note geben, sofern sie den Richtlinien des R.V.B. entspricht.

Gezüchtet werden darf nur mit Hunden, für die ein ordnungsgemäßer Ahnenpass von einem anerkannten Hundeverein ausgestellt wurde.

Die Zucht- und Eintragungsbestimmungen des R.V.B. sind Teil der Satzung § 10 und auf Grund dieser allgemeinverbindlich.

Sie sind, im Interesse unserer Rassehundezucht, von so großer und grundsätzlicher Bedeutung, dass ein Verstoß gegen sie zum Ausschluss aus dem Verein führt.

Grundsätzliche Zuchtbestimmungen sind:

1. Das Mindestalter für Deckrüden beträgt fünfzehn Monate.

2. Das Mindestalter für Zuchthündinnen beträgt ebenfalls fünfzehn Monate, wobei die erste Hitze der Hündin in jedem Fall ungenutzt bleiben muss.

3. Eine Hündin darf innerhalb von zwei Jahren nicht mehr als dreimal zur Zucht verwendet werden, d.h., bei zwei aufeinander folgenden Würfen muss bis zum nächsten Wurf eine Hitze ausgelassen werden, da es sonst für diesen Wurf vom Verein keine Ahnentafeln gibt.
Außerdem werden alle Würfe dieser Hündin nicht in das Zuchtbuch aufgenommen, so dass diese Welpen dann ebenso ohne Ahnentafeln des R.V.B. bleiben.

4. Vor der Zulassung zur Zucht müssen Rüde und Hündin auf einer Zuchtschau oder Ausstellung bewertet worden sein.
Die Hündin muss wenigstens ein "Gut", der Rüde ein "Sehr gut" erhalten haben.
Außerdem müssen Rüde und Hündin den Zuchttauglichkeitsnachweis erbringen.
Die Zuchttauglichkeit wird auf Zuchtschauen erteilt.
Gravierende Fehler schließen die Zuchttauglichkeit aus.
Als gravierende Fehler sind anzusehen: Hündinnen, die nur künstlich befruchtet werden können, verhaltensgestörte Tiere und ähnliche Fehler.

5. Verboten ist die Zucht mit Hunden, die erbkranke Mängel aufweisen, zum Beispiel: Hodenfehler, Knick- oder Stummelrute, abgesetzte Brust oder körperlich schwache Hunde.


Eintragungsbestimmungen:

A. Das Zuchtbuch steht jedem Züchter, Mitglied oder Nichtmitglied, offen, sofern er die für die Eintragung erlassenen Bestimmungen anerkennt und danach züchtet.

B. Zur Eintragung eines Wurfes sind dem Zuchtbuchamt vorzulegen.

1. Deckschein
Der Deckschein ist vom Besitzer des Deckrüden sofort nach vollzogenem Deckakt ausgefüllt dem Besitzer der Zuchthündin auszuhändigen.
Auf dem Deckschein sind die Angaben über die Abstammung des Deckrüden genau einzutragen.
Der Deckschein muss die Bewertung des Rüden und die Zuchttauglichkeit enthalten.

2. Wurfmeldeschein
Auf dem Wurfmeldeschein werden die Welpen eingetragen.
Die Namensgebung erfolgt entsprechend dem Alphabet.
Welpen des ersten Wurfes des Zwingers erhalten Namen mit dem Buchstaben "A", Welpen des zweiten Wurfes aus diesem Zwinger Namen mit dem Anfangsbuchstaben "B", usw. Rüden werden vor Hündinnen genannt.

3. Zwingernamensschutz
Jedes Mitglied hat das Recht, sich seinen Zwingernamen schützen zu lassen.
Zwingernamensschutz wird jedem unbescholtenen Züchter gewährt.
Der Züchter verpflichtet sich mit der Erlangung des Zwingernamensschutzes alle von ihm rein gezüchteten Hunde in das Zuchtbuch des R.V.B. eintragen zu lassen.

4. Zwingergemeinschaft
Jedes Mitglied einer Zwingergemeinschaft besitzt seinen eigenen Zwingernamen.
Sind Mitglieder der Zwingergemeinschaft Zuchtwarte, so dürfen sie innerhalb ihrer Zuchtgemeinschaft keine Wurfabnahme durchführen.
Der Verein haftet in keiner Weise für Streitigkeiten innerhalb der Zuchtgemeinschaft oder gegenüber deren Kunden.
Der Verein beschränkt sich auf die züchterische Aufsicht, soweit sie die Satzungsvorschrift zur Zuchtbestimmung betrifft.

5. Eintragungsmerkmale
Im Stammbuch werden alle geworfenen Hunde fortlaufend mit einer Stammnummer und einer eventuellen Tätowierungsnummer eingetragen.
Die Eintragung enthält: Namen, Geschlecht. Wurf stärke, Abstammung der Eltern und Großeltern mit erworbenen Titeln und Leistungszeichen, sowie den Namen des Züchters.

C. Wurfabnahme und Wurfbesichtigung
Jeder Züchter sollte dem Verein innerhalb der ersten drei Tage seinen Wurf melden, damit eine Wurfbesichtigung durch einen Zuchtwart oder Richter vorgenommen werden kann.
Die Wurfabnahme erfolgt in der Regel nach der achten Lebenswoche der Welpen, wobei auch tätowiert werden sollte.
Jedem Züchter steht es frei, seinen Wurf durch einen Zuchtwart oder Tierarzt abnehmen zu lassen.
Die Tiere müssen entwurmt und bei der Abnahme mit einer SHLP-Impfung versehen sein (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose). Die Impfungen sind dem jeweiligen amtlichen Standart anzupassen.
Die kompletten Unterlagen einschließlich der Kopie der Ahnentafel des Deckrüden sind dem Zuchtbuchamt bei der Wurfabnahme zu übergeben oder einzureichen.

D. Ahnentafeln
Die Ahnentafel ist eine Urkunde im juristischen Sinn. Zusätze oder Änderungen dürfen nur vom Zuchtbuchamt vorgenommen werden.
Eine Ausnahme besteht für Eintragungen bei Schauen und Leistungsprüfungen.
Die Anerkennung als Zwerg kann nur auf einer Ausstellung erfolgen und auch nur von einem Richter in die Ahnentafel eingetragen werden.
Das ist aber erst bei Hunden ab einem Alter von fünfzehn Monaten möglich.

E. Zuchtwarte
Der Verein bestellt aus seinen Reihen erfahrene Zuchtwarte, die verpflichtet sind, gegen Erstattung der effektiven Unkosten Wurfbesichtigungen und Wurfabnahmen vorzunehmen.
Sie sorgen dafür, dass die kompletten Unterlagen dem Zuchtbuchamt baldmöglichst zugeführt werden, damit der Züchter schnell seine Ahnentafeln für den Wurf erhält.

F. Einnahmen des Zuchtbuchamtes
Das Zuchtbuchamt verwaltet vollständig und eigenständig die Einnahmen aus Erstellung der Ahnentafeln, Wurfabnahme, Championaten, usw.
Das Zuchtbuchamt ist nur dem 1. Vorsitzenden des R.V.B. voll verantwortlich.
Das gilt auch für die Führung des Kassenbuches.
Die Prüfung durch die Kassenprüfer erfolgt einmal jährlich.
Die Gebührenordnung befindet sich in der Geschäftsstelle.